Schlachthof in Wietze bald fertiggestellt

Der Rothkötter-Konzern hat die baldige Fertigstellung der Schlachtfabrik in Wietze (Kreis Celle) verkündet und will im Spätsommer den Betrieb aufnehmen. Täglich seien 120 Mitarbeiter mit dem Bau des Großschlachthofes beschäftigt. Aus der Luft sind deutlich die Produktionshallen, Technikgebäude und Kläranlage auf dem 16 Hektar großen Baugelände zu erkennen.

Ende März wurden die Dachdeckerarbeiten abgeschlossen und Fußbodenarbeiten in den Hallen durchgeführt, sowie “die technische Gewerkeausstattung vorgenommen”. Bei der Kläranlage sind die Rohbauten fast fertig, in den folgenden Monaten werden Arbeiten an Parkplätzen und Zufahrtsstraßen erfolgen und zeitgleich wird auch der Gebäudekomplex fertiggestellt, sagte ein Sprecher des Konzerns gegenüber der Presse.

Der Termin für die Betriebsaufnahme wurde bereits mehrfach verschoben, weil sich wahrscheinlich nicht genug Bauern bereitgefunden haben, den Schlachthof als Hähnchenmäster zu beliefern. Das dürfte vor allem auf Angst vor Aktionen gegen die geplanten Mastanlagen zurückzuführen sein, wie das Niederbrennen der sich im Bau befindenden Mastanlage in Sprötze, wo Brandstiftung nachgewiesen wurde.

„Das ist im Moment das große Problem, es haben sich nicht einmal zehn Landwirte gefunden, mindestens 420 werden für die Produktion benötigt“, meint der Vorsitzende der Bürgerinitiative Wietze, Norbert Juretzko. Ohne ausreichend Hähnchenmäster in der Region könne der Schlachthof allenfalls auf kleiner Linie anfahren. „Wir gehen davon aus, dass in diesem Jahr noch nichts produziert wird.“ Der Bau sei bereits mehrfach verschoben worden, unter anderem unter Verweis auf zu frostiges Wetter. Tatsächlich hätte so mancher Landwirt aber für sich ausgerechnet, dass ihm als Lohnmäster für die Emsland Frischgeflügel GmbH kaum ein einträgliches Geschäft bevorsteht.
Quelle: NP

Der Konzern teilte hingegen mit, dass es bei der Inbetriebnahme im Spätsommer bleibe und der Schlachthof “bei voller Auslastung starte.” 25 neu eingestellte Mitarbeiter werden derzeit bei der Emsland Frischgeflügel GmbH am Standort im emsländischen Haren eingearbeitet, das Personal soll zunächst auf 50 Mitarbeiter aufgestockt werden. Bei Inbetriebnahme werden 250 Leute auf dem Schlachthof sein, um geschätzte 2,6 Millionen Tiere wöchentlich zu töten. Es gibt Vermutungen, dass dafür hauptsächlich billige Hilfskräfte aus Osteuropa ausgebeutet werden sollen, was angesichts der hohen Ausgaben naheliegend ist, denn der Schlachthof kostet den Rothkötter-Konzern bereits 70 Millionen, statt geplanter 40 Millionen EUR.

Einen genauen Termin für die erste Schicht der Celler Land Frischgeflügel GmbH gibt es aber nach wie vor nicht, nachdem der Konzern den geplanten Betriebsbeginn von Frühjahr auf Spätsommer verschieben musste. Weitere Verzögerungen schließt Rothkötter aber aus. „Fest steht, dass der Betrieb im Spätsommer 2011 mit einer Produktionslinie im Einschichtbetrieb bei voller Auslastung startet“
Quelle: CZ

Bürgermeister Wolfgang Klußmann zeigt unterdessen eine ähnliche Ignoranz gegenüber Bürgerinitiativen und Demonstranten, wie zuletzt Astrid Grötelüschen. Er äusserte sich wie folgt über die Proteste gegen die Schlachtanlage:

„Ich habe nicht den Eindruck, dass es einen massiven Widerstand gibt, das ist eine kleine Gruppe.“ Eine große Stimmung gegen das Bauprojekt gebe es nicht.
Quelle: Welt Online

Wollen wir wetten, Herr Klußmann?
Und selbst wenn es so wäre, dass nur eine kleine Gruppe gegen das Unrecht kämpft, können wir ihnen versichern, dass auch wenige Menschen dazu in der Lage sind einen medialen Flächenbrand zu verursachen, der die Bevölkerung erreicht.

Den Gegnern ist die Bedeutung des Großschlachthofes in Wietze durchaus bewusst, hier geht es nicht nur um dieses eine Projekt, um diesen einen Schlachthof, sondern auch um eine Symbolwirkung für alle anderen. Daher wird der Kampf gegen dieses “Projekt” von ihnen weitergeführt werden, bis das Ziel erreicht ist.

Die Zeit läuft und in Wietze wird sich früher oder später alles entscheiden.

Comments

  1. Dipl, Ing. Resinger W. says:

    Das ist ein Naturgesetz:
    Keine Energie geht verloren. Das unermässliche Leid das auch Tieren angetan wird kommt auf jeden Beteiligten anteilig zurück. Weil alles das wir senden (reden, denken, fühlen und handeln, sogar ein Zulassen) in unserer Seele gespeichert ist….
    Bitte nehmen Sie Abstand davon.

  2. carmen vieregg says:

    gibt es zu diesem projekt eine legale umweltprüfung?

  3. Love A.L.F. says:

    ist es dann jetzt nicht langsam an der zeit diesen schlachthof abzubrennen???

  4. Only ALF says:

    Ich stimme “Love A.L.F.” zu. Build it, we will burn it!

  5. Jäger mit freude am Jagen says:

    Ihr seid einfach mit soviel Hirnmasse ausgestattet wie ein Haufen Kacke mensch schwimmt doch auf ne einsame Insel und verkloppt Haie die andere Fische töten obwohl genug Plankton da ist.

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